Volker Schnurrbusch: „Ambitionierte Ziele – Umsetzung fraglich“

Volker Schnurrbusch, der verkehrspolitischer Sprecher der AfD im Schleswig-Holsteinischen- Landtag, bezweifelt die Umsetzungsmöglichkeit der formulierten Ziele des Landesnahverkehrsplans.

„Die Ziele, die der Landesnahverkehrsplan (LNVP) formuliert, sind bekannt: Verlässliche Qualität, zufriedene Fahrgäste. Die Realität sieht bisher anders aus. Durch Corona sind die Ansprüche der Bahnkunden an Zuverlässigkeit, Komfort und Sauberkeit weiter gestiegen. Wer Corona-bedingt auf das Auto umgestiegen ist, kann nur durch ein verbessertes Angebot an Verbindungen und Service zurückgewonnen werden.
Die AfD steht vorbehaltlos hinter dem Individualverkehr, bei dem der private Pkw in einem Flächenland auch in Zukunft eine Rolle spielen wird – egal mit welchem Antrieb. Aber genauso energisch sprechen wir uns für die Verbesserung der Schieneninfrastruktur aus. Daher begrüßen wir den Bau bzw. die Reaktivierung von Bahnstrecken, ob von Flensburg nach Niebüll, von Ascheberg nach Neumünster oder von Kiel nach Schönberg. Wir haben uns im Landtag für den Erhalt der Bäderbahn ausgesprochen, für die Elektrifizierung der Marschbahn, wir begrüßen eine Taktverdichtung zwischen Bad Oldesloe und Bad Segeberg, mehr Verkehr zwischen Norderstedt und Neumünster oder von Elmshorn nach Hamburg. Wir sind auch für den Ausbau der S4 in beide Richtungen sowie der S21. Darüber hinaus wünschen wir uns eine Anbindung der Stadt Schwarzenbek an die S21.

Als Ostholsteiner Abgeordneter freue ich mich besonders über die Taktverdichtung zwischen Lübeck über Timmendorfer Strand nach Neustadt, aber auch das verbesserte Angebot von Hamburg nach Travemünde in der Hauptverkehrszeit und an den Sommerwochenenden. Das hilft hoffentlich, der Stau- und Parksituation besser Herr zu werden.

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