Volker Schnurrbusch: „GAP – die Gemeinsame Agrarpolitik der EU beschleunigt das Sterben der heimischen Landwirtschaft!“

Volker Schnurrbusch, landwirtschaftspolitischer Sprecher der AfD im Schleswig-Holsteinischen Landtag, erklärt zu den Auswirkungen des GAP auf die Landwirte in Schleswig-Holstein:

„Die gemeinsame Agrarpolitik der EU hat einen Geburtsfehler: Durch ein Fördersystem, welches die Zuschüsse an die Fläche koppelt, werden gerade kleine und mittlere Betriebe in existentielle Nöte getrieben. Die von der EU verordneten Auflagen wachsen ständig, die Folge sind massiv steigende Erzeugerkosten. Gleichzeitig liegen die Verbraucherpreise für landwirtschaftliche Produkte weit unter ihrem eigentlichen Wert.
Die Verschuldung der Betreibe steigt seit Jahren. Ein Viertel der einheimischen Betriebe ist noch in der Lage, Eigenkapital von über 20.000 Euro zu bilden, jeder zweite Hof kann nur noch im Nebenerwerb betrieben werden und rund 60 Prozent der Agrarflächen gehören nicht mehr Bauern, sondern Investoren. Das dramatische Höfesterben ist eine unmittelbare Folge davon. Die Zahl der Höfe ist in Deutschland in den vergangenen 20 Jahren um 40 Prozent geschrumpft, und weiter werden jedes Jahr weitere tausende Betriebe zur Aufgabe gezwungen.

Die GAP-Vorgaben der EU sind zu einem bürokratischen Monstrum geworden. Die Landwirte sind zeitlich, nervlich und von der Arbeitsbelastung an ihre Grenzen gekommen. Getoppt wird diese Belastung noch durch den sog. „Green Deal“, der die Landwirte noch enger an die Kette legt. Von angeblichem „Klimaschutz“ geschuldet ziehen sich die regulativen Vorgaben der EU durch jeden Bereich landwirtschaftlicher Betriebsführung.

Die Bundesregierung zahlt derzeit jährlich 3,3 Milliarden Euro mehr in den EU-Haushalt für Landwirtschaft ein als es für eigene Landwirtschaft als Agrarförderung zurückerhält. Faktisch finanzieren wir damit den Tod unserer heimischen Landwirtschaft.

Die Alternativen aus der Sicht der AfD sind eine Renationalisierung der Agrarpolitik oder aber eine für Deutschland und vor allem seine Bauern gerechte Harmonisierung der GAP. Doch diesbezüglich halten wir die Fähigkeit der EU für sehr gering.
Wir fordern deshalb: Deutsches Geld für deutsche Landwirte – ohne Umweg über Brüssel!“

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