Keine Entsorgung freigegebener Abfälle aus Kernkraftwerken in Lübeck?

In der gestrigen Bürgerschaftssitzung stand unter anderem ein interfraktioneller Antrag auf der Tagesordnung.

Dazu hat die AfD Fraktion eine klare Haltung, die die Bürgerschaftsmitglieder Dr. Werner Vieler und Heiko Steffen in ihren Wortbeiträgen zum Ausdruck gebracht haben.

Dr. Vieler, als Arzt mehr als 20 Jahre mit Röntgenstrahlen vertraut, brachte mit seinem Redebeitrag Sachlichkeit in die teils chaotische Diskussion zum Thema. Ein wenig Physik und vor allem klare Benennung der Fakten.

Es gibt eine natürliche Radioaktivität, die überall in der Umwelt anzutreffen ist und die unabhängig vom Menschen vorhanden ist. Durchschnittlich sind das 2,1 Millisievert pro Jahr deutschlandweit mit Schwankungen zwischen 1 bis 10 Millisievert.

Bauschutt aus Kernkraftwerken wird erst freigegeben, wenn die Strahlung maximal 10 Mikrosievert beträgt. Dies ist ein zwei Hundertstel der natürlichen Strahlenexposition.

Gleichzeitig machte Heiko Steffen darauf aufmerksam, dass wir alle auch eine moralische Verpflichtung haben. Das Kernkraftwerk Krümmel war beispielsweise über 20 Jahre in Betrieb. In dieser Zeit haben die Bürger in Geesthacht und Umgebung mit dem unsichtbaren Risiko eines Störfalls gelebt. Wir alle haben den Strom, der dort produziert worden ist, genutzt. Es ist ein Geringes, jetzt den ungefährlichen Bauschutt aus dem Abbau der Gebäude zu übernehmen.

Grundsätzlich muss festgehalten werden:

Es geht hier nicht um Atommüll, es geht um Bauschutt, der keinerlei Risiko für die Bevölkerung darstellt.

http://www.bfs.de/DE/home/home_node.html
https://www.luebeck.de/de/rathaus/politik/pil/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1008376

Foto, v.l.n.r.: Bürgerschaftsmitglieder Heiko Steffen, David Jenniches und Dr. Werner Vieler

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