Lübeck: Wenn’s im Schritt brennt

Lübeck, Bushaltestelle Percevalstraße, 8.1.2021: Ein Plakat der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Thema: Bei Geschlechtskrankheiten zum Arzt gehen.

Geschlechtskrankheiten wie z.B. Syphilis [1] sind in Deutschland auf dem Vormarsch. Die Gründe dafür sind vielfältig. Der häufigere Wechsel des Sexualpartners und wachsende internationale Mobilität spielen hierbei vielleicht eine Rolle. Es gibt jedenfalls ein -wachsendes- Problem, da macht so eine Kampagne durchaus Sinn.

Aber: Wenn solche Kampagnen die Bürger beeinflussen, warum gibt es dann eigentlich niemals Kampagnen der Bundesregierung für Ehe und Familie? Für persönliche Treue, Zusammenhalt und füreinander einstehen in guten wie in schlechten Zeiten? Übrigens gern nicht nur für heterosexuelle, sondern auch unter Einbeziehung homosexueller Menschen. Liebe, Treue und Verlässlichkeit gehen die ja an wie alle anderen auch.

Das wäre doch mal was. Und da wo die persönlichen und sexuellen Beziehungen stabiler und dauerhafter sind, da kommen auch Syphilis & Co. nicht mehr so gut voran.

[1] Robert Koch-Institut: Infektionsepidemiologisches Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten für 2019, S.223

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