Lübeck: Keine Aufnahme von Migranten aus dem Lager Moria

Nach Bränden im Lager Moria auf der griechischen Insel Lesbos fordert u.a. die SPD Lübeck die Aufnahme von Migranten aus dem Lager in Lübeck. Die AfD Lübeck weist diese Forderung zurück.

Dazu meint der Vorsitzende des AfD Kreisverbandes Lübeck David Jenniches: „Nach Angaben des Hochkommissars der Vereinten Nationen für Flüchtlinge wurde das Lager in der Nacht vom 8. auf den 9. September durch Brände weitgehend zerstört. [1] Die BBC zitiert einen örtlichen Zivilschutzbeauftragten, dass die Brände gelegt worden seien, sowie den örtlichen Feuerwehrchef, dass die Löscharbeiten durch Migranten behindert worden seien. [2]

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind etwa 12.000 Migranten, darunter über 4.000 Kinder, betroffen. Bisher sind den Vereinten Nationen weder Tote noch Verletzte gemeldet.“

„Diesen Menschen muss schnell vor Ort geholfen werden. Dafür bedarf es der Sofortmaßnahmen des Katastrophenschutzes durch die griechische Regierung und internationale Organisationen.
Deutschland sollte bei Bedarf unterstützen. Mittelfristig muss die griechische Regierung ordentliche Unterkünfte für die Migranten bereitstellen, bis über deren Verbleib in Griechenland oder ihre Rückkehr in ihre Heimat entschieden ist. Was es nicht braucht, ist eine Aufnahme in Deutschland.“

„Es ist mindestens verantwortungslos, wenn die SPD Kreisvorsitzende Sophia Schiebe behauptet, die bisherige Nichtaufnahme von Migranten aus Moria „kostet aktuell Menschenleben“. [3] Diese ungeheuerliche Behauptung soll sie doch mal bitte beweisen. Die Vereinten Nationen jedenfalls
wissen noch nichts von Toten. Auch scheint die Humanität der Dame etwas ungleichmäßig: Nach Angaben der Vereinten Nationen sind in den letzten drei Monaten 300.000 Menschen im Jemen durch Überschwemmungen obdachlos geworden, mindestens 148 Menschen starben. [4] Die Lebensbedingungen dieser Menschen sind vermutlich weit schlechter als die der Migranten in Moria.
Warum fordert Frau Schiebe eigentlich nicht deren Aufnahme?“ schließt David Jenniches.

[1] https://www.unhcr.org/news/press/2020/9/5f588b0e4/unhcr-offers-support-large-fire-destroysasylum-center-moria.html
[2] https://www.bbc.com/news/world-europe-54082201 Zitate „local fire chief Konstantinos
Theofilopoulos“ bzw. „Deputy mayor für civil protection Michalis Fratzeskos“
[3] https://www.hl-live.de/text.php?id=140367
[4] https://www.unhcr.org/dach/de/51657-300-000-menschen-haben-durch-die-katastrophalenueberschwemmungen-im-jemen-unterkunft-einkommen-lebensmittelversorgung-und-persoenlicheshab-und-gut-verloren.html