David Jenniches: „Jugendschutz: Wichtig, aber bitte richtig“

Die Lübecker Bürgerschaft hat in ihrer Sitzung am 27.02.2020 das Jugendamt der Hansestadt Lübeck beauftragt, die Indizierung glücksspielsimulierender Apps zu beantragen. [1] Antragsteller waren die Grünen.

Die AfD stimmte dagegen.

Dazu erklärt David Jenniches, der Vorsitzende der AfD Fraktion in der Lübecker Bürgerschaft: „Bei der Erläuterung des grünen Antrags ging es nur um die Spiele-App „Coin Master“. Für diese App gibt es aber schon seit Monaten viele Indizierungsanträge. [2] Da braucht es nicht noch einen Antrag mehr aus Lübeck.

Es dürfte dutzende, vielleicht hunderte solcher Apps geben [3]. Pro App muss ein begründeter Antrag gestellt werden. [4] Wie viele Anträge sollen die Verwaltungsmitarbeiter denn
schreiben?“

„Es hilft dem Jugendschutz nicht, wenn man das Jugendamt mit unnötiger oder unbestimmter Mehrarbeit zuschüttet. Und es geht schon gar nicht, wenn man gleichzeitig wie die Grünen über die unterbesetzte Jugendarbeit in Lübeck klagt. [5] Die Idee geht wohl auf einen Beitrag im NEO Magazin
Royale zurück. [2]

Fernsehen gucken und einen Satz aufschreiben – fertig ist ein grüner Antrag. Eigene Sachverhaltsaufklärung? Abschätzung des Verwaltungsaufwands? Fehlanzeige. Sorgfältige politische Arbeit geht anders – und nimmt Rücksicht auf Verwaltungsmitarbeiter,“ schließt David Jenniches.

[1] https://www.luebeck.de/de/rathaus/politik/pil/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1008547

[2] https://www.bundespruefstelle.de/bpjm/service/alle-meldungen/indizierungsverfahren-zu-derapp–coin-master-/140028

[3] https://www.bupp.at/de/blog/„coin-master“-–-über-gambling-und-gaming

[4] https://www.bundespruefstelle.de/blob/144490/b83bb6c8acbcfed7c7814ba578ec5cb5/antragdata.pdf

[5] https://www.gruene-luebeck.de/newssingle/article/jugendarbeit_deutlich_ausbauen/