In Gedenken an Werner Dobrick, geb. am 27.04.1942, gestorben am 28.08.1962

Vorgestern haben wir unseren Tag der Deutschen Einheit gefeiert. Heute möchten wir eine Serie starten, in der wir an einzelne Personen erinnern, die an der innerdeutschen Grenze zu Lübeck ums Leben kamen.

327 Männer, Frauen und Kinder aus Ost und West fielen an der innerdeutschen Grenze dem DDR Grenzregime zum Opfer.

Werner Dobrick war einer von ihnen. 20 Jahre alt, ausgebildeter Rettungsschwimmer, ließ sein Leben an der Pötenitzer Wiek. Bis heute ist ungeklärt, wie er ums Leben kam. Offiziell war es ein Sportunfall, bei dem er ertrunken sein soll. Seine Familie durfte ihn nicht mehr sehen, wurde zunächst nicht einmal über seinen Tod informiert und der verschlossene Sarg war bereits ins Grab eingelassen als die Trauergemeinde ans Grab kam.

Was diese Todesfälle für die Hinterbliebenen bedeuteten, zeigt sich hier in besonders tragischer Weise. Das ungeklärte Schicksal seines jüngsten Sohnes grämte den Vater zutiefst. Er verstarb ein Jahr später im Alter von 60 Jahren.

https://www.fu-berlin.de/sites/fsed/Das-DDR-Grenzregime/Biografien-von-Todesopfern/Dobrick_Werner/index.html